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Designmanagement Blog

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Was kostet Corporate Design wirklich und warum?

  • 19. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Es gibt eine Frage, die in fast jedem ersten Gespräch kommt. Manchmal direkt, manchmal vorsichtig zwischen den Zeilen: „Was kostet das eigentlich?”

Eine faire Frage. Und eine, die eine ehrliche Antwort verdient – keine Ausweichmanöver, keine vagen „es kommt darauf an”-Antworten.


Also: Es kommt darauf an. Aber lass mich erklären, worauf.


Warum Preise so unterschiedlich sind

Corporate Design kann 500 Euro kosten. Und 15.000 Euro. Und beides kann richtig sein – für unterschiedliche Situationen, unterschiedliche Anforderungen, unterschiedliche Ergebnisse.


Der Grund für diese Bandbreite liegt nicht in der Willkür der Anbieter, sondern in dem, was tatsächlich geleistet wird. Ein Logo, das in einer Stunde mit einem Generator erstellt wurde, ist etwas anderes als ein Logo, das nach einem strategischen Prozess entwickelt, auf Skalierbarkeit getestet, in drei Farbvarianten aufgebaut und markenschutzfähig gestaltet wurde.

Beides heißt „Logo”. Aber es ist nicht dasselbe.



Was du wirklich bekommst – und was nicht

Hier ist eine ehrliche Orientierung, was verschiedene Investitionsstufen in der Regel bedeuten:


DIY und Logo-Generatoren

Canva, Looka, KI-Tools – schnell, günstig, manchmal optisch gar nicht schlecht. Aber: keine exklusiven Rechte, keine Markenschutzfähigkeit, keine strategische Grundlage. Für den absoluten Anfang vertretbar. Als langfristige Basis für ein ernsthaftes Unternehmen riskant.


Günstige Freelancer oder Plattformen

Zwischen einigen hundert und etwa tausend Euro bekommst du oft ein Logo – aber selten ein durchdachtes System. Kein Farb- und Schriftkonzept, keine Vorlagen, keine Erklärung, wie und wo das Logo einzusetzen ist. Du hast eine Datei. Aber kein Fundament.


Professionelles Corporate Design

Ab etwa 1.500 bis 3.000 Euro – je nach Umfang und Erfahrung der Person – bekommst du ein durchdachtes System: Logo mit allen Varianten, Farb- und Schriftwelt, Bildstil, erste Vorlagen, und das Wichtigste: einen Prozess, der sicherstellt, dass das Ergebnis wirklich zu dir passt. Nicht nur schön ist, sondern stimmt.


Umfassende Markenprojekte

Für größere Unternehmen, Rebranding-Prozesse oder komplexe Markensysteme können Investitionen deutlich höher liegen – und das aus gutem Grund. Was hier entsteht, ist kein visuelles Element, sondern ein strategisches Fundament, das über Jahre trägt.


Die eigentliche Frage ist nicht: Was kostet es?

Die eigentliche Frage ist: Was kostet es mich, wenn ich es nicht oder falsch tue?

Schlechte Druckdaten, die neu aufbereitet werden müssen. Ein Logo, das nicht skaliert und neu gezeichnet werden muss. Ein Auftritt, der nicht konsistent ist und deshalb kein Vertrauen aufbaut. Zeit, die jeden Monat verloren geht, weil Vorlagen fehlen.

All das kostet. Nur anders – und meistens unsichtbarer.


Das 80/20-Prinzip für smarte Entscheidungen

Es gibt eine Faustregel, die ich immer wieder erlebe: 20 Prozent des Designfundaments prägen 80 Prozent der Markenwirkung.

Das bedeutet: Du musst nicht alles auf einmal haben. Aber du brauchst das Richtige zuerst. Ein professionelles Logo, ein klares Farb- und Schriftsystem, zwei bis drei Vorlagen – das reicht, um professionell zu wirken und effizient zu arbeiten. Den Rest kann man schrittweise aufbauen.

Was du nicht tun solltest: am Fundament sparen und dafür später doppelt zahlen.


Was sinnvoll ist, selbst zu machen – und was nicht

Nicht alles muss ausgelagert werden. Die Frage ist, was wirklich Profiwissen erfordert und was mit guten Vorlagen selbst erledigt werden kann.


Professionelle Unterstützung lohnt sich für: Logo-Entwicklung und Markenschutz, das Farb- und Schriftsystem, das erste Template-Set, komplexe Druckprodukte.


Selbst machen mit guten Vorlagen funktioniert für: Social-Media-Posts, Newsletter, Angebots-PDFs, Präsentationen, Flyer nach Vorlage.

Diese Unterscheidung spart Geld – und verhindert, dass Energie in die falschen Stellen fließt.



Eine letzte Überlegung

Design ist keine Ausgabe. Es ist eine Investition – in Sichtbarkeit, in Vertrauen, in deine eigene Sicherheit beim Auftreten.

Wer das verstanden hat, fragt nicht mehr „Was kostet Corporate Design?”, sondern „Was ist mir ein klarer, stimmiger Auftritt wert?”

Das ist die richtige Frage. Und die Antwort darauf kennt nur eine Person: du.

Im letzten Artikel dieser Serie schauen wir uns an, wie du erkennst, ob dein bestehendes Design noch zu dir passt – und was zu tun ist, wenn nicht.


Manchmal hilft ein kurzes Gespräch mehr als jeder Artikel. Wenn du wissen möchtest, was Corporate Design für dich und dein Unternehmen kosten würde – schreib mir einfach an anna@annafaber.at. Ich freue mich.


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